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mulantis

woher pferdehaar

‘geschlossen, von st. nimmerlein bis petrusnacht’ stand an der tür des kräuterbauern hubertus. tolle wurst, dachte ich mir, völlig aus der puste vom vierstündigen marsch über fels und stein. das hatte gerade noch gefehlt. immer wenn es eng wird, kommt’s knüppeldick. wo sollte ich nun die käferlinge herbekommen? ich beugte mich über den zaun von hubertus kräutergarten. gar nicht mal so übel, dachte ich mir, als ich das ganze grünzeug betrachtete. zwischen dem duftenden basilikum und dem löwenzahn erblickte ich auch sogleich den ersten käferling. fleißig grub er sich zwischen dem wurzelwerk voran und schob mit seinen beide vorderzangen gröbere erdklumpen beiseite. wäre der käferling 30mal größer gewesen, so hätte man durchaus angst vor ihm haben können. aber war es nicht, und in dieser miniaturform wirkte er einfach nur klein und wuselig.
ich ging gerade in die hocke, um den ersten käferling aufzunehmen, als ich hinter mir eine stimme hörte. “ist das eine dreistigkeit oder ist das einfach nur dreist,” krächzte eine alte frau mich an, die mindestens genau so breit wie hoch war, “sich einfach so an hubertus’ garten zu bedienen, wenn er auf geschäftsreise ist!” “aber ich wollte doch nur ein paar käferlinge fangen”, erklärte ich mich, “ich lasse sogar ein paar falter hier zum tausch, er wird es kaum bemerken.” “ooooh”, sprach die frau zugleich, und machte große augen, “mit sicherheit wird er es kaum bemerken, denn ich kenne jemanden, der jemandem einen gefallen schuldet, damit diejenige den mund hält”, und deutete dabei grinsend und schwungvoll mit ihrem dicken daumen auf ihre brust. ich ahnte schlimmes. “und…”, fragte ich hilflos und starrte auf den boden, “was muss derjenige tun, damit diejenige nichts ausplaudert?” “pferdehaar”, antwortete die alte frau promt, “eine perücke aus pferdehaar.” “ah, eine perücke also”, erwiderte ich. “aus pferdehaar”, wiederholte sie, “goldbraun. bis zum nächsten zweimond, sonst … ” sie machte eine geste, als würde sie sich die kehle aufschlitzen und gab dabei gurgelnde geräusche von sich. während die alte frau inzwischen schon voller dramatik zu boden gegangen war und den bevorstehenden mord weiter simulierte, war ich inzwischen schon in gedanken und fragte mich, wo in aller welt ich so schnell pferdehaar auftreiben sollte.

keine käferlinge, keine schifffahrt

“58 käferlinge macht das”, grunzte der kleinwüchsige matrose und stellte sich mir in den weg, als ich den steg der santa dolores betreten wollte. “keine käferlinge, keine schifffahrt”, grunzte er weiter vor sich her. nun gut, dachte ich mir, und wuchtete den schweren jutesack von meinen schultern. ich war nicht in der stimmung für irgendwelche diskussionen, der stressige tag mit tante sarina lag mir immer noch schwer im magen. also kniete ich mich nieder und löste den doppelten knoten meines jutesacks. “58 käferlinge?” fragte ich vorsichtshalber noch mal nach. “58 käferlinge”, grunzte der matrose erneut. ich steckte meine hand in den sack und schob einzelne schachteln mit grillen und würmern beiseite. wo war die kiste mit den käferlingen? maden, schnecken, falter, sämtliches kleingetier in schachteln ertastete meine hand, doch die kiste mit den käferlingen tauchte nicht auf. “verdammter mist”, grummelte ich vor mir her, als ich das horn der santa dolores tuten hörte. “alles einsteigen, leinen los”, brüllte der matrose plötzlich und war mir einen warnenden blick zu, “keine käferlinge, keine schifffahrt”. achwas, dachte ich mir, erzähl mir was neues.

so stand ich also da, am hafen, neben mir der jutesack, und blickte der santa dolores hinterher, wie sie am horizont immer kleiner wurde. werde ich wohl noch eine kleine weile länger auf mulantis verweilen. vielleicht sollte ich hubertus, den kräuterbauern aufsuchen, der hatte eigentlich immer ein paar käferlinge im garten, vielleicht mag er sie gegen ein paar falter eintauschen.

miss schlummertraum aufgewacht

dornröschen ist aufgewacht. tief hat sie geschlummert und wollte noch viele jahre weiterschlummern, doch mit der unbarmherzigen hitze und der damit verbundenen stickigen luft, die sich heute bei knapp 30grad rasant in ihrem schlafsaal breit gemacht hatte, hat keiner gerechnet. sie, und ihr ganzer hofstaat nicht.

während sie nun mit schläfrigen augen durch ihre gemächer schlufft, schwirren 50 bedienstete zwischen speisekammer und -saal umher, um dornröschen ein ergiebiges mahl zu servieren. rinderbraten, erdbeeren und schlemmerfilet mit honigkruste - alles was das prinzessinenherz begehrt.

kurze zeit später erklingt ein glöckchen. das essen ist angerichtet und dornröschen setzt sich gemächlich auf den mit samt überzogenen stuhl im speisesaal. ihr blick schweift über das üppige mahl und ein lächeln macht sich auf ihrem gesicht breit.

sie ist wieder da, miss schlummertraum, nach einem knappen 3/4-Jahr, bereit für wirre abenteuer und bizarre gedanken.

rabatt-aktion beim pokern

um frauen das pokern näher zu bringen muss man es mit ihrem gewohnten terrain verbinden, es ihnen schmackhaft machen und das spiel durch ihre augen sehen. gewagte all-ins und waghalsige calls verschrecken sie nur und sie steigt aus. um an ihren berg chips zu gelangen muss man sie langsam ködern und den richtigen moment abwarten. das klappt am besten beim small blind. hat sie den gesetzt ist es nicht mehr weit um bis zum big blind aufzustocken. es ist wie eine rabatt-aktion bei gucci. für nur 50% mehr ist man dabei. quasi ein schnäppchen!

alles nur, weil du kein fleisch magst!

es regnete steaks vom himmel. schon den ganzen morgen musste man aufpassen, nicht von einem entrecôte erschlagen zu werden. regenschirme halfen nur bedingt, von regencapes ganz zu schweigen. das einzige was half, war, gar nicht erst das haus zu verlassen. diejenigen auf der autobahn, die das fleischgewitter überrollte, mussten notgedrungen zusehen und -hören, wie ein steak nach dem anderen auf ihr auto knallte. “gleich, gleich ist es vorbei”, murmelte holger vor sich her und presste gleichzeitig seine hände auf die augen seines kleinen sohnes. “das ist die apokalypse!” schrie seine frau irmgard neben ihm, “es ist zu ende! wir werden begraben unter bergen von fleisch!” hysterisch riss sie die arme nach oben und schlug auf die hupe. “das ist alles deine schuld”, schrie sie holger an, “nur deine!” holger drehte seinen kopf in irmgards richtung. “und alles nur, weil du kein fleisch magst! und jetzt, jetzt müssen wir dafür büßen!” schrie sie, während weitere hüftsteaks auf die windschutzscheibe donnerten und irmgards schreie unter dem poltern erstickten.

schaum vorm mund

julian drehte das scharfkantige holzlenkrad mit aller kraft nach links und trat brüllend auf die bremse. schon wieder hatte er sich einen splitter zugezogen, und schrie wütend seine disco-kugel an, die vom rückspiegel runter baumelte und durch julians ruckelige fahrweise kräftig von rechts nach links schwang. natalie, die verschüchtert neben ihn saß, traute sich kaum ein wort zu sagen. mit offenen augen starrte sie den tobenden julian an, wie er nun seine hände zu fäusten ballte und sie mit aller wucht auf die hupe niedersausen ließ. auf der straße hielten die leute inne und versuchten einen neugierigen blick ins wageninnere zu erhaschen. “sie rüpel”, schrie eine ältere dame, die neben dem auto stehengeblieben war. “es ist mittagszeit!” zeterte sie weiter, während hinter ihnen schon ein stimmungsvolles hupkonzert im gange war. julian war inzwischen purpurrot angelaufen und knurrte weiter vor sich her. weißer schaum fing an sich in seinem rechten mundwinkel zu bilden und seine halsschlagader blitzte bedrohlich blau hervor. “ist ja schon gut”, seufzte natalie schließlich und rollte mit den augen, “du hast gewonnen. morgen kaufe ich dir einen plüschüberzug für dein lenkrad.” “gna gna gna tigerfell gna gna” war das einzige, was sie als antwort von julian zu hören bekam, bevor er sich auf die lippe biss und erneut anfing zu brüllen.

sturmgefahr

uwe schaute grimmig aus dem fenster. gerade flog eine motorhaube an ihm vorbei und krachte lautstark gegen die garagenwand seines nachbarns. im radio hinter ihm ertönte die aufgebrachte stimme des moderators seines lokalsenders und warnt erneut vor tief kirsten. “frauen”, maulte uwe kopfschüttelnd, während seine blumenkübel von einer windböe gepackt und weggefegt wurden, “dass die immer so einen wind machen müssen!”

noch mehr bohnensuppe

onkel buck schaute grimmig, als littleflu ihm den skalp von cowboy jim auf sein haupt stülpte. “so, schon besser”, sagte littleflu, und bewunderte stolz sein werk. “ist noch warm. ist von heute vormittag”, ergänzte er. “na wunderbar”, grummelte onkel buck, der seit gefühlten drei stunden im kleinen tipi-zelt im schneidersitz auf häuptling nocold wartete. sheriff bodo gab ihm den rat sich ruhig zu verhalten und jeden spass mitzumachen, sonst würde man manitu schneller die hand schütteln als man “bohnensuppe” sagen kann. apropos bohnensuppe, die kam onkel buck schon zu den ohren raus. littleflu hörte nicht auf ihm eine schale nach der anderen zu reichen. anscheinend hatte er zuviele western geschaut. egal, da musste onkel buck durch. schliesslich ging es hier um zonos weiße büffelherde. und so stopfte onkel buck sich eine kelle bohnensuppe nach der anderen in den mund. er schwitzte. nicht nur vom drückenden völlegefühl seines magens und dem frischen skalp auf seinem kopf, sondern auch, weil littleflu das kleine lagerfeuer im tipi-zelt immer weiter mit brennholz fütterte. “für manitu. reinigt die seele”, erklärte littleflu. ‘ich zeig dir gleich, was ich reinige’, dachte sich onkel buck, und lächelte littleflu mit vollem mund an. littleflu lächelte zurück, und schmiss noch eine ladung holz ins feuer.
die aufsprühenden funken des lagerfeuers waren das letzte was onkel buck an dem tag gesehen hatte. die bohnen und die hitze gaben ihm den rest, und er verlor das bewusstsein, noch stunden bevor nocold das tipi-zelt betreten hatte.

ein stück stinkekuchen

“guten tag, frau ungemein. was machen sie da gutes?” fragte herr nilsson die wohlgenährte ältere dame ihm gegenüber.
“ich backe einen stinkekuchen”, erwiderte sie fröhlich, “man braucht ja auch was zum anbieten, nicht?”
“äh ja, frau ungemein, das ist wohl wahr”, entgegnete herr nilsson stutzig, “aber einen stinkekuchen?”
“ja, um ungebetene gäste abzuwimmeln”, trällerte sie, “man will ja nicht unhöflich sein, und mit dem stinkekuchen ist man sie geschwind wieder los, ohne selbst abweisend zu wirken.”
“geschickt, frau ungemein, geschickt,” bestätigte herr nilsson.
frau ungemein lächelte erfreut. “also, werter herr, darf ich ihnen ein stück kuchen anbieten?”

knaller von gestern

achim kratzte sich an seinem hintern. der blöde china-böller, auf den er sich vorletzte nacht ausversehen gesetzt hatte, reizte so langsam die schleimhaut seines enddarms. “blöde silvester-kracher”, grummelte er vor sich her. “nun, herr krakauer, da können wir jetzt auch nichts mehr machen. kommen sie.” erwiderte dr. long, achims nachbar aus dem ersten stock.
dr. long war ein kleiner hagerer mann, der sich nervös nach allen seiten umschaute. achim hatte dr. long gerade bei einem kaffeeklatsch gestört. so schien es zumindest, waren doch kaffeeservice und ein lederner damenhut im wohnzimmer zu erblicken. auch registrierte achim die schwarzen lackstiefel die im flur lagen, doch er lies sich nichts anmerken. so sehr sich achim für dr. longs doch recht seltenen damenbesuch freute, heute war ihm sein hintern wichtiger. hätte achim dr. longs wohnzimmer mehr aufmerksamkeit geschenkt, so wären ihm nicht nur die kleidungsstücke seines besuches aufgefallen, sondern ebenfalls die pump gun und der koffer voll geld.
“so, herr krakauer, dann zeigen sie mal”, sagte dr. long nervös und machte eine entsprechende handbewegung in richtung küche. achim schnaufte, ging in die küche und zog seine hose runter. dr. long griff zur nudelzange, die auf der arbeitsplatte lag, schaltete seine grubenlampe an, die er sich im letzten moment auf den kopf gesetzt hatte, und machte sich ans werk.
plötzlich raschelte hinter ihm der vorhang verdächtig, der küche von wohnzimmer trennte. ein unterdrücktes husten war zu hören, als plötzlich madame parizzo den vorhang beiseite schob und dr. long ihre wildlederhandtasche über die rübe zog. dr. long stöhnte und fiel geräuschvoll zu boden, während achim gleichzeitig seinen kopf flink in richtung madame parizzo drehte, die sich geschwind hinter achim stellte, und ein feuerzeug an seinen hintern hielt.
der knall, der daraufhin folgte, durchströmte sämtliche etagen der altbauwohnung. nur felix, der sohn des metzgers, schlummerte friedlich in seinem bett im dachgeschoss, und träumte von techno-beats und frauen.

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